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{"id":122,"date":"2016-07-10T21:25:48","date_gmt":"2016-07-10T21:25:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wolfgang-muehlbacher.com\/?p=122"},"modified":"2016-07-28T14:42:00","modified_gmt":"2016-07-28T14:42:00","slug":"schulmeisterlein","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.wolfgang-muehlbacher.com\/?p=122","title":{"rendered":"Schulmeisterlein"},"content":{"rendered":"<h4><span style=\"color: #ff9900;\">(ABGEDRUCKT IM JAHRESBERICHT DES MUSISCHEN GYMNASIUM 20047\/08; S.22ff)<\/span><\/h4>\n<h5><\/h5>\n<h5>Eine Feier f\u00fcr Gottlieb Trettenbreit<br \/>\nAus dem vergn\u00fcgten Leben eines Schulmeisters\u00a0<strong><em><a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\"><strong>[1]<br \/>\n<\/strong><\/a><\/em><\/strong><\/h5>\n<h2><\/h2>\n<p>Als ich mir f\u00fcr die Abwicklung der Verlassenschaft meines Klienten unl\u00e4ngst einen \u00dcberblick \u00fcber die in seinem Testament verzeichneten Verm\u00e4chtnisse verschaffen musste, dabei auf den Dachboden seines Hauses gelangt war und den Deckel einer schweren, eisenbeschlagenen Holztruhe ge\u00f6ffnet hatte, fiel mein Blick auch auf eine verstaubte, in Leder gebundene Mappe. Obwohl von ihrer Existenz im letzten Willen des Verstorbenen, der seine gro\u00dfen und kleinen Besitzt\u00fcmer im \u00dcbrigen penibel aufgelistet hatte, nichts zu lesen war, schlug ich diese auf, da die Truhe selbst zweifellos ihm geh\u00f6rte. Ich entnahm ihr drei Seiten eines mit einer zierlichen und teilweise unleserlichen Handschrift geschriebenen, \u00fcberschrifts- oder titellosen Textes. Die fl\u00fcchtige Lekt\u00fcre ergab, dass es sich um einen, wie die Literaturwissenschaftler das ausdr\u00fccken w\u00fcrden, fiktionalen Prosatext handeln musste. Denn in ihm wimmelte es von erfundenen Personen &#8211; im \u00dcbrigen ohne jede Personenstandsangabe oder andere Hinweise zu ihren im Sinne des ABGB relevanten Lebensumst\u00e4nden, f\u00fcr uns Juristen Existenzen also ohne eigentliche Daseinsberechtigung &#8211; , die sich auf die Aufforderung einer vermutlich m\u00e4nnlichen Person, auch seine Identit\u00e4t bleibt im Dunklen, nun zu einer geselligen Runde zusammengeschlossen haben und sich gewisse Vorf\u00e4lle aus dem Leben eines Schulmannes erz\u00e4hlen lassen. Da ich zu diesem Zeitpunkt nicht wusste, was es mit diesem Dokument auf sich hatte und\u00a0\u00a0 etwa gar der Verstorbene selbst als Urheber dieser Zeilen in Frage kam, nahm ich die Mappe, nachdem ich die im Testament verzeichneten St\u00fccke gesichtet und mein Protokoll abgeschlossen hatte, in meine Kanzlei mit und legte sie dem \u00e4ltesten Sohn der Familie als dem Universalerben vor. Dieser identifizierte die Schrift sofort als die seines Vaters und zeigte sich, nachdem er die Seiten aufmerksam studiert hatte, ziemlich \u00fcberrascht. Von schriftstellerischen Versuchen oder \u00e4hnlichen musischen Ambitionen seines Vaters hatte er Zeit seines Lebens nie etwas vernommen. Er best\u00e4tigte mein Urteil \u2013 ich hatte meine grunds\u00e4tzlichen Bedenken hinsichtlich der Daseinsberechtigung von nicht der Wahrheit verpflichteten Sachverhaltsdarstellungen weggelassen &#8211; und erg\u00e4nzte es um den Hinweis, dass es sich bei diesem Text um eine so genannte Rahmengeschichte handle. Als Germanist k\u00f6nne er das zweifelsfrei feststellen. Wie sein Vater als ausgebildeter Heizungstechniker und als viel besch\u00e4ftigter Chef eines eigenen mittelst\u00e4ndischen Unternehmens \u00fcberhaupt Zeit gefunden habe, zur Feder zu greifen und dann noch dazu einen Ausschnitt aus dem Leben eines Lehrers, eines Vertreters eines Berufsstandes also, an dem er noch nie ein gutes Haar gelassen habe, zu einer den Schulmann in ein relativ rosiges Licht tauchenden Geschichte verdichten konnte, das k\u00f6nne er \u00fcberhaupt nicht verstehen. Ein Lehrer im Bekannten-, gar Freundeskreis seines Vaters sei ihm jedenfalls nicht aufgefallen, so dass die Frage nach der stofflichen Herkunft dieser Geschichte wenigstens derzeit offen bleiben m\u00fcsse. Freilich sei ihm aufgefallen, dass sein Vater in letzter Zeit auffallend viel Jean Paul, Adalbert Stifter und Thomas Mann gelesen habe, was erkl\u00e4ren w\u00fcrde, dass sich diese Autoren, den erstgenannten Namen habe ich noch nie geh\u00f6rt, zumindest, was den Rahmenbau und manche Stilverschrobenheit der Schulmeistergeschichte betreffe, in der Arbeit des Vaters spiegeln. Hinsichtlich des in der so genannten Enth\u00fcllungsprosa pikanten Verh\u00e4ltnisses von Dichtung und Wahrheit, immerhin d\u00fcrfte es sich bei dieser Geschichte trotz allem Verkleidungsaufwand um eine ganz bestimmte p\u00e4dagogische Provinz handeln, wolle er jetzt keine Angaben machen, doch halte er die Qualit\u00e4t des Textes f\u00fcr ausreichend, so dass sie nach einer Ver\u00f6ffentlichung dem Ansehen seines Vaters in der Stadt nicht nur nicht schaden, sondern dieses sogar noch heben w\u00fcrde. Kurz: Er bat mich, die daf\u00fcr geeigneten Schritte zu unternehmen.<\/p>\n<p>Im Laufe meiner Karriere als Rechtsvertreter habe ich die sonderbarsten Klientenw\u00fcnsche einer Realisation zuzuf\u00fchren geholfen. Da war diese Publikation, die vielleicht Klagen nach sich ziehen w\u00fcrde, f\u00fcr die ja der Erblasser \u2013 von mir vertreten, versteht sich &#8211; gerade stehen m\u00fcsste, das seltsamste Ansinnen nicht. \u00dcberdies hatte mir der Sohn f\u00fcr die Erledigung ein zus\u00e4tzliches, gro\u00dfz\u00fcgig bemessenes Honorar in Aussicht gestellt, so dass ich keinen Grund sah, meine Beziehungen in diesem Fall nicht spielen zu lassen.<\/p>\n<p>Schon wenige Monate nach der Abwicklung der Verlassenschaft konnte ich den Auftrag erfolgreich abschlie\u00dfen, denn der \u201cClub der schr\u00e4gen V\u00f6gel\u201c, dem ich den Text zusammen mit den entsprechenden Erkl\u00e4rungen zugeschickt hatte, hat ihn, nachdem die parteiabh\u00e4ngigen Lehrer-Journale abgewunken hatten, zu meiner \u00dcberraschung in seiner Vierteljahresschrift \u201cgaudium et spes\u201c tats\u00e4chlich abgedruckt. F\u00fcr einen allf\u00e4lligen Titel der Geschichte \u00fcberlie\u00df ich der Redaktion freie Hand. Die Zeitschrift dankte mir bzw. dem Erben f\u00fcr diese fabelhafte Geschichte, in der auf hervorragende Weise, n\u00e4mlich mehrfach gebrochen, das Los von t\u00fcchtigen Bergsteigern in einer W\u00fcste dargestellt werde. Beeindruckt von dem mir ausgedr\u00fcckten Dank und in meiner Freude \u00fcber die nun auf die Wege gebrachte Drucklegung habe ich dem bizarren Vergleich, worin nach dem Urteil des Clubs die Quintessenz des Textes bestehen sollte, damals keine Beachtung geschenkt. Die Redakteure hofften, dass der Erbe mit dem von ihnen gew\u00e4hlten Titel, der &#8211; wenn auch mit einer gewissen einschr\u00e4nkenden Abweichung &#8211; eine Anspielung auf einen gro\u00dfen Dichter der deutschen Sprache enthalte, einverstanden sei, zumal sich dieser aus dem Text fast aufdr\u00e4nge. Als Beilage des Schreibens legten sie mir einen Sonderdruck bei, von dem ich eine Kopie in meiner Kanzlei aufgeh\u00e4ngt habe. Der besagte Text (jetzt mit dem vollen Namen des Autors, aber ohne Titel, da ich diesen schon zu Beginn meiner Ausf\u00fchrungen bekannt gemacht habe und dieser ja auch, was nicht auszuschlie\u00dfen ist, m\u00f6glicherweise gar nicht der Absicht meines fr\u00fcheren Klienten entspricht &#8211; f\u00fcr die Richtigkeit der Transkription hat sich der Sohn verb\u00fcrgt)\u00a0\u00a0 lautet im Original wie folgt:<\/p>\n<p>\u201eJetzt aber, meine Freunde, denn heute bin ich an der Reihe, r\u00fcckt die St\u00fchle n\u00e4her heran, macht es euch bequem, lockert die Krawatten, der Burgunder in der Karaffe kitzelt bereits in der Nase, du Edgar, der du das Zitieren von Weist\u00fcmern und die Wurzelbehandlung von W\u00f6rtern f\u00fcr die einzigen feuerbest\u00e4ndigen Freuden des Lebens h\u00e4ltst, setz dich ganz nah zu mir, auf den Arm des Gro\u00dfvatersessels da, in dem ich jetzt Platz nehme, leg vielleicht noch die Weste um die Lehne und die Ohren an, ach Martha, zieh bitte noch die Vorh\u00e4nge zu, denn die Welt da drau\u00dfen muss euch jetzt nicht k\u00fcmmern. Ich werde euch eine Episode aus dem wirklichen und t\u00e4tigen Leben eines braven und flei\u00dfigen Mannes erz\u00e4hlen, mit dem ich seit fr\u00fchen Kindertagen Umgang habe, der sich w\u00e4hrend des Studiums dann zu einer Freundschaft verdichtete, so dass ich mit Recht behaupten kann, dass ihn wahrscheinlich niemand besser kennt als ich. Er warf sich damals in die Arme der Philosophie und ich verfiel dem Zauber der Literatur. Da es zwischen beiden flie\u00dfende \u00dcberg\u00e4nge gibt und uns die Begeisterung f\u00fcr nektarreiche Texte verband, konnte es nicht ausbleiben, dass wir N\u00e4chte lang gemeinsam zur Bl\u00fctenlese ausschw\u00e4rmten und mit hochroten K\u00f6pfen Exegese trieben. Nietzsches Essay \u00fcber die Rolle von Apoll und Dionysos in der Kunst zum Beispiel war so ein Fall. Die Trag\u00f6die, so griff er die Behauptung des ber\u00fchmten Weimaraners auf, ist nicht nur aus dem Geiste der Musik geboren worden. Die Gefahr, so wendete er die Hypothese ins Apokalyptische, ist nicht gering, dass sie sich in diesem auch vollendet. In der zu einer Streitschrift erweiterten Abhandlung verwertete er auch die Erkenntnisse aus der Entzifferung eines von ihm in der Herzogin Amalia-Bibliothek entdeckten Palimpsesttitelblattes des philosophischen Essays, das dem Herausgeber der Gesammelten Werke entgangen war, und errang mit ihr den in Sp\u00f6tterkreisen begehrten Ehrentiteltitel des schr\u00e4gsten Extrapolenters. Das Palimpsest war unmittelbar darauf beim Brand der Bibliothek leider vernichtet worden, so dass der Entdecker keinen weiteren wissenschaftlichen Gewinn daraus ziehen konnte. Auch das Erfinden von Sentenzen aus dem vorgeblich klassischen Zitatenschatz, womit er manchen Texteinstieg schm\u00fcckte, war eine seiner Spezialit\u00e4ten. Aber ich merke schon, ich schweife ab. Jedenfalls habe ich die Geschichte, die ich euch jetzt erz\u00e4hle, aus Informationen zusammengebaut, die ich von meinem Freund selbst im Laufe der Jahre erhalten habe. Das Erz\u00e4hlen, so vermute ich auf Grund meiner Anteilnahme mit dem Schicksal von Gottlieb Trettenbreit, denn genau um diesen handelt es sich, und auch der Wertsch\u00e4tzung f\u00fcr seine sp\u00e4ter entfaltete Prosa, von der ich im kleinen Kreis, zu dem auch ich z\u00e4hlte, Kostproben zu ziehen die Ehre hatte, wird mir vermutlich eher nach verwickelter Schreibe denn der nach dem einfachen Nacheinander verlangenden Rede geraten, wof\u00fcr ich jetzt schon um Nachsicht und nichtsdestotrotz um besondere Aufmerksamkeit f\u00fcr diese Lichtgestalt bitte, die nun seit fast drei Jahrzehnten unserem kakanischen Gemeinwesen, seinen Gesetzen im Allgemeinen und den Schulgesetzen im Besonderen treu ergeben daf\u00fcr gesorgt hat, dass die ihm anvertrauten Z\u00f6glinge in diesen Dekaden der Wohltaten teilhaftig werden, die ihnen beim Eintritt in die Anstalt in der auf B\u00fcttenpapier gedruckten und den Eltern ausgeh\u00e4ndigten Brosch\u00fcre vollmundig versprochen werden. Wie kaum ein anderer hatte er sich bei der Qualit\u00e4tssicherung, Fortentwicklung und Anpassung der Lehranstalt an die sich wandelnden Zeitumst\u00e4nde hervorgetan, einer Lehranstalt im \u00dcbrigen, die zu den sch\u00f6nsten Hoffnungen in der ganzen p\u00e4dagogischen Provinz berechtigte. Wie hatte er um die Bestimmung und Erfassung von Lehrzielen gerungen und sie dann in eine dem klassischen Latein nicht un\u00e4hnliche, allerdings den Anforderungen der Juristen angepasste Sprache gegossen, prosaisch ausgedr\u00fcckt: Lehrpl\u00e4ne formuliert, f\u00fcr das Zusammenleben der Sch\u00fcler hilfreiche Einrichtungen wie die Klassensprecherstunden ins Leben gerufen, daf\u00fcr gesorgt, dass nun auch ein Schulpsychologe sich um das seelische Befinden der Kleinen und Gro\u00dfen k\u00fcmmert, ein m\u00e4chtiges Archiv von Lehrmitteln und Unterrichtsbehelfen angelegt, dessen sich seine Kollegen eifrig und dankbar bedienen, f\u00fcr diese ein paar finanziell nicht unbedeutende Gegenleistungen f\u00fcr p\u00e4dagogische Zusatzleistungen herausgeschlagen, hatte in einem Aufsatz \u00fcber die Entstehungsgeschichte seiner Schule diese aus den phantastischen H\u00f6hen der Sagenkunde wieder auf den Boden der n\u00fcchternen Geschichtswissenschaft heruntergeholt, hatte f\u00fcr die Fortbildung seiner Fachkollegen eine um die andere Veranstaltung auf die Beine gestellt, die in ganz Kakanien Beachtung fanden, hatte jahrelang die Arbeitsgemeinschaft seiner Fachkollegen geleitet, sein Wissen an junge Lehrer bei Lehrveranstaltungen auf der Universit\u00e4t weitergegeben, sich selbst selbst\u00e4ndig und unerm\u00fcdlich in einem Ausma\u00df fortgebildet, das dem Finanzamt wegen der in Anspruch genommenen erh\u00f6hten Werbekostenpauschale sch\u00f6n langsam verd\u00e4chtig erschien, denn ein solches Ausma\u00df des p\u00e4dagogisch-didaktischen Eiferns stie\u00df bei den \u00e4rmelschonerbewehrten Finanzern bald an die Grenzen der Glaubw\u00fcrdigkeit, war , an den Schl\u00e4fen schon etwas ergraut, im Herzen jung geblieben, was er mit dem Hinweis auf die sich st\u00e4ndig erneuernde Sch\u00fclerschaft und deren Ausstrahlung auf ihn als segensreiche Nebeneffekte seines p\u00e4dagogischen Wirkens und nicht als einen von ihm, weil genetisch bedingt, nicht zu verantwortenden Charakterzug hinzustellen pflegte, kurz: dieser brave Mann war in die Jahre gekommen und in eine Phase der Nachdenklichkeit eingetreten.<\/p>\n<p>An einem Freitag nun nach Unterrichtsende &#8211; die Verwendung des Wortes Dienstschluss w\u00e4re aus nahe liegenden Gr\u00fcnden wirklich fehl am Platz, denn Gottlieb befand sich zu jeder Zeit, also auch nach der letzten Schulstunde des Tages, selbstverst\u00e4ndlich auch n\u00e4chtens oder im Urlaub im Dienst &#8211; war er forsch an seinen Vorgesetzten herangetreten. Er jage und eifere nun wirklich lange genug den Idealen dieser Anstalt nach und einige Ziele seien dank seiner unerm\u00fcdlichen Bem\u00fchungen und seines Wirkens auch schon erreicht worden. Nicht dass er sich solch faustisches Betragen eines h\u00f6herrangigen materiellen Zieles wegen zugelegt habe, nein, immer habe er sich nur vom Fl\u00fcgelross hinauf zu den Sternen tragen lassen, ohne auch nur einen Gedanken an die f\u00fcr eine solche himmelw\u00e4rts strebende Reise erforderliche Ausr\u00fcstung und Verpflegung zu verschwenden, jetzt aber &#8211; und er verwies auf die K\u00e4lte starrende und d\u00fcnne Luft dort oben &#8211; jetzt bed\u00fcrfe er wenigstens einmal der w\u00e4rmenden Erdung, zumindest einer kleinen Ermunterung, damit er seine der Wohlfahrt aller dienende Mission gest\u00e4rkt fortsetzen k\u00f6nne. Er wolle also nicht lange um den hei\u00dfen Brei herumreden und sofort zur Sache kommen. Er m\u00fcsse Klage f\u00fchren dar\u00fcber, dass ihm \u2013 und im \u00dcbrigen nicht nur ihm, aber das ist eine andere Geschichte &#8211; die geb\u00fchrende Anerkennung seiner Verdienste um das Wohl seiner Sch\u00fclerschaft und der Schule bisher versagt geblieben sei. Sprach`s und lie\u00df den verdutzten Anstaltsleiter, der in dem Kollegen bisher nur einen erlebt hatte, der sich zu jedem Auftrag breit schlagen lie\u00df, aber auch wirklich zu jeder Mission in die gef\u00e4hrlichen Weiten des Ozeans mit seinen Untiefen und St\u00fcrmen auf der Suche nach Utopia hinausgesegelt war, vorerst ratlos zur\u00fcck. Nach etlichen Tagen der Verst\u00f6rung kam der rettende Einfall von oben \u00fcber ihn und der Anstaltsleiter beantragte, wovon er Gottlieb in einem Tonfall, der einen leichten Anflug von Pathos und g\u00f6nnerhafter R\u00fchrung erkennen lie\u00df, alsogleich Mitteilung machte, in einem tief sch\u00fcrfenden und weit ausholenden Dienstschreiben an die vorgesetzte Beh\u00f6rde f\u00fcr Kollegen Trettenbreit die Verleihung des Titels Oberstudienrat. Zu seiner Verbl\u00fcffung lie\u00df man ihn noch ein Papier unterschreiben, in dem er sich verpflichtete, den in Aussicht gestellten Titel, sofern man ihm diesen zuerkennen w\u00fcrde, auch tats\u00e4chlich anzunehmen, eine Prozedur, \u00fcber deren Berechtigung ihm erst sp\u00e4ter im Zusammenhang mit der Assoziation zu einem eidgen\u00f6ssischen Dramatiker ein Licht aufging. In der obersten Komturei f\u00fcr die Einhaltung der aus den Werten des Guten, Wahren, Sch\u00f6nen folgenden Verpflichtungen des Lehrpersonals und der rechten Moral bei ihrem p\u00e4dagogischen Wirken aber waltete ein keuscher Ritter seines Amtes und der Antrag des Direktors verschwand vorerst in einem k\u00fchlen Aktengrab. Nach dem Durchzug einer mehrere Jahre w\u00e4hrenden winterlichen Kaltfront mit ganz unheiligen Graupelschauern begannen aber \u2013 die Wege des Herrn sind unergr\u00fcndlich &#8211; die ins Stocken geratenen M\u00fchlen Kakaniens doch wieder zu mahlen und Gottlieb, der in der Zwischenzeit in gewohnter Weise seinen Pflichten und nautischen Man\u00f6vern nachgekommen war, wurde in die Amtsr\u00e4ume der \u00fcber alle Schulen des Landes wachenden Obrigkeit bestellt. Man \u00fcberreichte ihm das vom obersten Repr\u00e4sentanten der kakanischen Republik eigenh\u00e4ndig unterschriebene Dekret. Eine kleine, bisher nicht ge\u00f6ffnete Flasche eines burgenl\u00e4ndischen Weines der Sorte Blaufr\u00e4nkisch wurde entkorkt und auf das Wohl des eben zum Oberstudienrat avancierten P\u00e4dagogen angesto\u00dfen. Gottlieb erwartete nun eine schmissige Laudatio. Diese fiel aus ihm vorerst nicht einsichtigen Gr\u00fcnden ziemlich knapp aus. Und sie endete, noch ehe sie richtig begonnen hatte, mit der ihn verbl\u00fcffenden Verlesung einer unumst\u00f6\u00dflich wahren Tatsache aus der Zeit seines Karrierebeginns, die dem Pr\u00e4sidenten wohl von einem Adjunkten noch rechtzeitig auf einem Spickzettel zugesteckt worden war, n\u00e4mlich, dass der Jubilar sein Studium in Salzburg begonnen und dort auch erfolgreich beendet habe. Wohl m\u00f6glich, dass dem Pr\u00e4sidenten die an sich nicht eben kurze Liste der Trettenbreitschen Meriten entweder \u00fcberhaupt nicht zur Verf\u00fcgung stand, weil diese in den Archiven der Beh\u00f6rde verloren gegangen oder w\u00e4hrend der Augenblicke der feierlichen Verk\u00fcndigung der pr\u00e4sidentialen Aufregung zum Opfer gefallen, also zum Beispiel verrutscht war. Den aufkeimenden Unmut \u00fcber den zwar reinsortigen, aber nicht eben gehaltvollen Blaufr\u00e4nkischen bes\u00e4nftigte Trettenbreit mit der Anerkennung f\u00fcr die f\u00fcr den Feierakt investierten Riedelgl\u00e4ser, in denen er von der Pr\u00e4sidentensekret\u00e4rin im gro\u00dfz\u00fcgig geschnittenen Dirndlkleid als Kostprobe gereicht wurde. Das w\u00fcrdelose Verschweigen der Leistungen aber, deretwegen seine Erhebung in den Stand des Oberstudienrates ja veranlasst worden war, gr\u00e4mte ihn. Bald aber war er wieder obenauf und wusste mit dem Schweizer Dramatiker D\u00fcrrenmatt diese schlimmst-m\u00f6gliche Wendung, welche das Spektakel genommen hatte, als die Form des Theaters schlechthin einzuordnen, in der\u00a0\u00a0 die Machtverh\u00e4ltnisse einer Gesellschaft, in der das Individuum machtlos und ein allgemein verbindlicher Wertekanon nicht mehr gegeben sind, durchschaubar und darstellbar werden, n\u00e4mlich als Kom\u00f6die. Von einem anderen zu solchem Mitspielen Verpflichteten sollte er sp\u00e4ter einmal erfahren, dass der Laudator bei seiner Lobrede noch weiter in die Tiefen der Zeit vordrang und au\u00dfer den Studiendaten sogar die Auszeichnung des damals Achtzehnj\u00e4hrigen im Reifepr\u00fcfungszeugnis wieder ans Tageslicht brachte und in diesem Zusammenhang f\u00fcr erw\u00e4hnenswert hielt, die beruflichen Verdienste des neuen Oberstudienrates aber ebenso glatt \u00fcberging wie bei Gottlieb.<\/p>\n<p>Die Verleihung des Titels war nicht unentdeckt geblieben und als Gottlieb Trettenbreit die Anstalt im Glanze der\u00a0\u00a0 neuen W\u00fcrde und in der Erwartung betrat, sein ihm bestimmtes Schicksal nun leichter meistern zu k\u00f6nnen, schlug ihm von Seiten der Seeleute, die bei ihren Unternehmungen vorzeitig Schiffbruch erlitten hatten und statt in Utopia im Stillen Ozean vor Anker gegangen waren, auch schon bald h\u00e4mischer Spott entgegen. Auch musste der auf diese Weise Ehrenbeh\u00e4ngte bald feststellen, dass der Umfang der p\u00e4dagogischen Pflichten nicht ab-, sondern eher zugenommen hatte und die Seeleute von den Sonneninseln nicht verga\u00dfen, ihn immer wieder an das gleich gebliebene materielle \u00c4quivalent f\u00fcr seine doch wirklich unvergleichbar guten Dienste zu erinnern.<\/p>\n<p>Unf\u00e4hig, angesichts des nun wieder aufgebrochenen Zwiespalts eine gesunde Entscheidung zu treffen, &#8211; und damit komme ich schon zum H\u00f6hepunkt meiner kleinen Geschichte &#8211; hetzte Gottlieb Trettenbreit als Gefangener seiner Ideale seither weiter wie ein Jaghund oder besser noch wie der bekannte Steinw\u00e4lzer der Antike denselben, aber st\u00e4ndig strenger definierten Zielen hinterher. Das Dekret \u00fcbrigens legte er auf die letzte\u00a0\u00a0 Seite des mehrfach mit roten Unterstreichungen versehenen Essays von Albert Camus, die Abhandlung auf der gegen\u00fcberliegenden Seite tr\u00e4gt den Titel &#8220;Das Absurde und der Selbstmord&#8221;, und f\u00fcgte dem bemerkenswerten Fazit des franz\u00f6sischen Existenzialisten, das er sich wie vieles andere auch in diesem Text rot angestrichen hatte, wonach wir uns Sisyphos als einen ohnm\u00e4chtigen, aber gl\u00fccklichen Menschen vorstellen m\u00fcssen, einen neuen Schlusssatz hinzu: \u201eDenn gl\u00fccklicherweise haben die G\u00f6tter vergessen, die Dauer der Pausen und die Zahl der Intervalle festzulegen, in denen sich Sisyphos von seiner sinnlosen Arbeit erholen kann.\u201c<\/p>\n<p>\u00dcber den weiteren Verlauf seines Lebens kann ich euch nichts Bestimmtes mehr berichten, denn ich habe ihn inzwischen aus den Augen verloren. Das ist irgendwie schade, denn eine Zeitlang habe ich mir, wie ihr meiner etwas verschrobenen und vermutlich von seiner Prosa infizierten Ausdrucksweise entnommen haben werdet, das Schicksal dieses Schulmeisters recht ans Herz gehen lassen. Ja, ich gestehe es gerne ein: Bisweilen habe ich ihm sogar nachgeeifert. Ich beende meine Erz\u00e4hlung an dieser Stelle, nicht ohne euch noch Mitteilung davon zu machen, dass mir zwar der von Gottlieb nachgeschobene Gl\u00fccksgrund im Hinblick auf die Arbeitszeit des Lehrerstandes einleuchtet, ich aber seither immer noch dar\u00fcber gr\u00fcble, warum er dem Franzosen die Bezugnahme auf die Ohnmacht des Steinw\u00e4lzers und diese verr\u00fcckte Koppelung mit dem Gl\u00fcck durchgehen hat lassen. Er muss doch gewusst haben, dass Camus kein Staatsdiener gewesen ist.\u201c<\/p>\n<p>An tr\u00fcben Tagen schweift mein Blick, angewidert von der Routine meiner bisweilen wirklich grauen Arbeit, durch meine Kanzlei und bleibt an dem in einem edlen Rahmen steckenden Schreiben der Zeitschrift h\u00e4ngen, womit mir diese f\u00fcr den Abdruck dieses Dokumentes gedankt hat. Dann sinniere ich ein bisschen vor mich hin und bin in Gedanken oft bei dem ber\u00fchmten Steinw\u00e4lzer. Nat\u00fcrlich habe ich Camus nachgelesen. Schlie\u00dflich musste ich doch am Original nachpr\u00fcfen, ob das Zitat des Schulmanns und die behauptete Auslassung der G\u00f6tter hinsichtlich der Normarbeitszeit der Wahrheit entsprechen. Dazu habe ich meine Recherchen sogar auf die Aktenbest\u00e4nde der Antike ausdehnen m\u00fcssen. Es h\u00e4tte ja sein k\u00f6nnen, dass der Franzose bei der Wiedergabe des Mythos nach den antiken Quellen seinerseits etwas unterschlagen oder dazugemogelt hat. Die vom Schulmann als Gl\u00fccksquelle f\u00fcr Sisyphos behauptete Aussparung von Verf\u00fcgungen \u00fcber Arbeitspausen\u00a0\u00a0 zeigen die antiken Dokumente tats\u00e4chlich. Das hat Camus doch tats\u00e4chlich \u00fcbersehen. Alles, was ihm dazu eingefallen ist, war anzumerken, dass ihn der Steinw\u00e4lzer in der Phase interessiert, da er vom Gipfel wieder ins Tal hinuntersteigt, womit er, aber das nur implizit, einr\u00e4umt, dass es sich dabei um arbeitsfreie Zeit handelt. Ob sich andererseits der Schulmann an den \u00fcbermenschlichen Kr\u00e4ften begeistert hat, welche die G\u00f6tter Sisyphos attestieren, wenn sie ihm anschaffen, einen Felsbrocken (!) auf einen Berggipfel (!) zu w\u00e4lzen, kann ich leider nicht nachverfolgen, da der Erz\u00e4hler nur von roten Unterstreichungen spricht, die Trettenbreit bei der Lekt\u00fcre von Camus vorgenommen hat und mir diese nicht zur Verf\u00fcgung stehen. Bei Ber\u00fccksichtigung seiner Laufbahn halte ich eine solche Reaktion aber f\u00fcr nicht unwahrscheinlich. Und wenn ich schon beim R\u00e4sonnieren bin: Den Planungsfehler der G\u00f6tter hinter ihrer Himmelpforte muss ich auch noch mit der Feststellung eines weiteren Missstands verkn\u00fcpfen, auf den aufmerksam zu machen weder Herren Camus noch Herrn Trettenbreit, beides sind ja keine Juristen, eingefallen ist. Wie soll denn bitte die Erbringung der Arbeitsleistung garantiert sein, wenn diese unbegabten Logistiker keine geschulten Aufsichtsorgane bestimmen, die an Ort und Stelle die Arbeit kontrollieren oder von denen sie sich zumindest von Zeit zu Zeit die\u00a0\u00a0 Produktqualit\u00e4t rapportieren lassen k\u00f6nnten. Ich kann mir ein leichtes Grinsen nicht verkneifen, wenn mir zu dieser schlampigen Organisation die Bergsteiger vom \u201cClub der schr\u00e4gen V\u00f6gel\u201c einfallen, die in einer W\u00fcste ohne Erhebungen nach Gipfeln Ausschau halten, ein Bild \u00fcbrigens, das irgendwie dazupasst, ich wei\u00df nur noch nicht genau wie, und von dem auch ich mich seltsam angezogen f\u00fchle. Meine Sekret\u00e4rin raunt dann den jungen Konzipienten zu, dass der Alte jetzt wieder eine seiner Schmunzelanwandlungen hat, mit der er die Routine seiner bisweilen wirklich grauen Arbeit in ein milderes Licht taucht. Unruhe und Unmut gl\u00e4tten sich dann allm\u00e4hlich, und dann bin auch immer wieder einmal stolz, dass ich als Jurist zur\u00a0\u00a0 &#8211; wenn auch nur posthumen &#8211;\u00a0\u00a0 Ver\u00f6ffentlichung eines fiktionalen Textes beitragen durfte, was sonst nicht zu meinen Amtsgesch\u00e4ften geh\u00f6rt. Ach ja, fast h\u00e4tte ich es vergessen: Vor ein paar Wochen hat mir eine an mich adressierte Ansichtskarte von den Osterinseln \u2013 der Poststempel zeigt als Datum den 31. Oktober &#8211; einen ziemlichen Schrecken eingejagt. Auf der Vorderseite starren mich etliche geheimnisvolle K\u00f6pfe aus Stein an. Sie wissen genau so wenig wie ich eine Antwort auf die Frage, die vermutlich den Kern der Mitteilung gebildet hat, die aber, weil mehrere Buchstaben verwischt worden sind, ihren entscheidenden Bezugspunkt verloren hat. Nur durch die Beiziehung eines Schriftsachverst\u00e4ndigen ist es mir gelungen, einen Teil zu rekonstruieren. Au\u00dfer den mir zugedachten \u201clieben Urlaubsgr\u00fc\u00dfen\u201c und sonstigen konventionellen Floskeln haben wir nur mehr drei W\u00f6rter identifizieren k\u00f6nnen, die sich vermutlich zu dem in lateinischer Sprache gehaltenen, aber leider nicht mehr vollst\u00e4ndigen Interrogativsatzfragment \u201equo vadis, . . . . ?\u201c zusammenstellen lassen. Seither r\u00e4tsle ich \u00fcber den Sinn bzw. die richtige Fortsetzung der Frage. Die eigene Person wird der Absender mit der Frage wohl nicht gemeint haben, das w\u00e4re denn doch eine h\u00f6chst seltsame Selbstbezogenheit. Wenn man die Gr\u00f6\u00dfe der Schrift und den von ihr in Anspruch genommenen Platz ins Kalk\u00fcl zieht, m\u00fcssten es so an die achtzehn Buchstaben sein, die zu erg\u00e4nzen w\u00e4ren. Unterzeichnet ist die Karte \u00fcbrigens mit Gottlieb. Ein Familienname fehlt. Ich kenne keine lebende Person mit diesem Vornamen. Einen Zusammenhang mit der niedlichen Geschichte von meinem Schulmeisterlein, der sich, wie ich freim\u00fctig gestehe, sofort einstellte, habe ich sofort &#8211; \u00fcber mich selbst ver\u00e4rgert &#8211; verworfen. Nat\u00fcrlich kann eine erfundene Figur einer realen Person, noch dazu mir, einem Sachwalter der realen Welt und ihrer Gesetze schlechthin, auf postalischem Wege nichts zukommen lassen. Ob mir da der Sohn meines fr\u00fcheren Klienten einen Streich gespielt hat, weil er damals gesp\u00fcrt hat, dass ich Texte, in denen erfundene Personen und Sachverhalte\u00a0\u00a0 unsere Aufmerksamkeit von der Wahrnehmung existenzieller Aufgaben und Pflichten abziehen, nicht ganz ernst nehmen kann? Ich habe auch schon versucht, ihn zu erreichen. Aber zurzeit ist er wie vom Erdboden verschluckt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr \/>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> In diesem Prosatext werden Vorg\u00e4nge durch poetische Verkleidung ein bisschen verfremdet, wie sie an jeder \u00f6sterreichischen h\u00f6heren Schule als bekannt vorausgesetzt werden k\u00f6nnen, aber auch solche, die f\u00fcr die Schulaufsicht typisch sind, wenn ihre hohen Ehrentr\u00e4ger sich anschicken die Leistungen der P\u00e4dagogen zu w\u00fcrdigen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(ABGEDRUCKT IM JAHRESBERICHT DES MUSISCHEN GYMNASIUM 20047\/08; S.22ff) Eine Feier f\u00fcr Gottlieb Trettenbreit Aus dem vergn\u00fcgten Leben eines Schulmeisters\u00a0[1] Als ich mir f\u00fcr die Abwicklung der Verlassenschaft meines Klienten unl\u00e4ngst einen \u00dcberblick \u00fcber die in seinem Testament verzeichneten Verm\u00e4chtnisse verschaffen musste, dabei auf den Dachboden&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.wolfgang-muehlbacher.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/122"}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.wolfgang-muehlbacher.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.wolfgang-muehlbacher.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.wolfgang-muehlbacher.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.wolfgang-muehlbacher.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=122"}],"version-history":[{"count":10,"href":"http:\/\/www.wolfgang-muehlbacher.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/122\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":245,"href":"http:\/\/www.wolfgang-muehlbacher.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/122\/revisions\/245"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.wolfgang-muehlbacher.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=122"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.wolfgang-muehlbacher.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=122"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.wolfgang-muehlbacher.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=122"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}